Garten Bodenqualität

Garten Bodenqualität

garten bodenqualitätDie Bodenqualität im heimischen Garten bestimmt maßgeblich welche Pflanzen im Garten angebaut und gepflanzt werden können. Teilweise wird Mutterboden mit einer guten Bodenqualität gleichgesetzt. Mutterboden ist eigentlich nur ein Begriff aus der Bodenkunde und keineswegs eine Garantie für einen guten Gartenboden. Einige Gebiete Deutschlands sind von Natur aus mit einem guten Gartenboden gesegnet. In Abhängigkeit von Anbau- und Pflanzungswünschen muss aber der Gartenboden häufig verbessert werden.

Gemüseanbau im Garten

  • Mutterboden ist nicht unbedingt guter Gartenboden.
  • Sehr sandige und schwere Böden sind für den Garten eher nicht geeignet.
  • Gemüse bevorzugt tiefgründige, humusreiche Böden.

Was macht eine gute Bodenqualität im Garten aus?

Generell lässt sich sagen, dass ein hochwertiger Gartenboden gut durchlüftet und frei von Staunässe sein sollte. Böden mit einer krümeligen Struktur und einem ausgewogenen Gehalt an Nährstoffen und Mineralien bringen gute Erträge. Ertragreiche Gartenböden sind meist Mischböden mit Sand-, Ton- und Humusanteilen. Der Anteil von Ton sollte nicht zu hoch sein, da besonders tonhaltige Böden zur Verdichtung neigen. Zu sandige Böden besitzen keine ausreichende Kapazität zur Wasser- und Nährstoffspeicherung. Die Bodenqualität im Garten hängt ebenfalls vom pH-Wert des Bodens ab. Die meisten Pflanzen gedeihen am besten bei pH-Werten zwischen 6, 5 und 8.[1] Eine ausgewogene Bodenfauna verbessert ebenfalls die Bodenqualität im Garten. Durch Einstellen des pH-Wertes lässt sich der Gartenboden gut verbessern (z.B. Kalkung).

Welcher Boden ist für den Gemüseanbau im Garten besonders geeignet? Wachsen darauf auch Blumen?

Die meisten Gemüsearten bevorzugen leicht saure und tiefgründig (mindestens 60 cm) lockere Böden. Kohlrabi, Chinakohl und Grünkohl gedeihen allerdings am besten bei pH-Werten von knapp über 7. Mangold, Kohlrabi und Zwiebeln lieben Böden mit einem pH-Wert unter 6. Der Humusgehalt für den Gemüseanbau im Garten sollte mindestens 1,5 % bei leichten Böden und 2,5 % bei schweren Böden betragen. Der Boden sollte einen gewissen Ton- bzw. Lehmanteil enthalten, um eine optimale Wasserversorgung für den Gemüseanbau im Garten zu gewährleisten. Generell sind Bodenarten wie zum Beispiel sandiger Lehm und lehmiger Sand für den Gemüseanbau gut geeignet.[2] Für Blumen in Töpfen und Kübeln muss der Boden wegen des begrenzten Volumens einen hohen Nährstoffgehalt und eine hohe Wasserspeicherkapazität haben. Um den Pflanzen genügend Halt zu geben, muss die Erde eine gute strukturelle Stabilität besitzen.

Gartenboden verbessern? Vorher sollte eine Bodenanalyse erfolgen

Die Bodenqualität im Garten hängt von vielen Parametern ab. Eine detaillierte Bodenanalyse verschafft Klarheit über den Ist-Zustand des Bodens. Parameter wie zum Beispiel pH-Wert, Humus- und Stickstoffgehalt können nur nach einer professionellen Bodenanalyse für den Gartenbau optimiert werden. Eine Bodenanalyse verschafft außerdem Klarheit über mögliche Schadstoffbelastungen des Gartenbodens. Einfach eine Garten Bodenprobe nach Erhalt des Test-Sets (Anleitung, Entnahmebeutel) ins Bodenlabor senden.

 

 

Referenzen:

[1] Universität Münster, „Was ist gute Gartenerde“: http://hypersoil.uni-muenster.de/1/01/pdf/Boden/5_02A-D.pdf
[2] Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, „Standortwahl im ökologischen Gemüse- und Obstbau“: http://www.oekolandbau.de/fileadmin/redaktion/oeko_lehrmittel/Berufsschulen_Agrarwirtschaft/Gartenbau/gb_modul_b/gb_b_03/gbmb03_01neu_01.pdf