Bodenbelastung durch Zink

Zink im Boden als Schadstoff

Zink ist ein natürlicher Bodenbestandteil. Bodenbelastungen durch Zink treten erst oberhalb des natürlichen Bodengehalts von bis zu 80 mg Zink pro kg Boden auf. Unterhalb eines Boden-pH-Wertes von 6 nimmt die Verfügbarkeit von Zink im Boden stark zu. Quellen für hohe Zinkbelastungen im Boden sind zum Beispiel Stäube aus Kraftwerken und der metallverarbeitenden Industrie sowie Klärschlämme. Durch Abwässer aus Industrie und Bergbau können teilweise sehr hohe lokale Bodenbelastungen durch Zink auftreten.[1]

Fakten Bodenbelastung durch Zink

  • Zink ist bis zu Konzentrationen von 80 mg/kg natürlicher Bodenbestandteil.
  • Zink ist in Spuren für Pflanzen und Menschen lebensnotwendig.
  • Eine toxische Zinkaufnahme über die Nahrung ist sehr selten.

Auswirkungen einer Bodenbelastung durch Zink auf die Umwelt

Obwohl Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen Zink für viele Stoffwechselvorgänge benötigen, kann eine erhöhte Bodenbelastung durch Zink zu Problemen führen. In hohen Konzentrationen wird Zink zum Bodenschadstoff und vermindert bei Pflanzen die Aufnahme von wichtigem Eisen. Pflanzen reagieren auf hohe Zinkkonzentrationen im Boden unter anderem mit Wachstumsstörungen der Wurzeln und einer gestörten Photosynthese (Eisenmangel). Bei Tieren vermindert eine hohe Zufuhr von Zink die Aufnahme der wichtigen Spurenelemente Calcium und Kupfer. Als Folge kann das Knochenwachstum gestört sein. Teilweise treten bei einer stark erhöhten Zinkzufuhr auch Anämien (Blutarmut) auf.

Gartenbau trotz einer Bodenbelastung durch Zink?

In der deutschen Bevölkerung herrscht tendenziell eher eine Unterversorgung mit dem wichtigen Spurenelement Zink.[2] Eine erhöhte Zinkaufnahme über Gemüse oder Obst könnte sich daher sogar positiv auswirken. Über die Nahrung können nur in sehr seltenen Fällen toxische Mengen von Zink aufgenommen werden, da zum Beispiel Pflanzen Zink nicht in gesundheitsschädlichen Mengen anreichern. Bei starken Bodenbelastungen durch Zink sollte dagegen das Einatmen von Bodenstaub vermieden werden. Durch gründliches Waschen und das Entfernen von äußeren Blättern können äußere Kontaminationen mit dem Bodenschadstoff Zink entfernt werden. Symptome einer Zinkvergiftung sind Erbrechen, Übelkeit und Durchfall.

Mit einer Bodenanalyse den Gehalt des Bodenschadstoffs Zink bestimmen

Eine professionelle Boden- bzw. Schadstoffanalyse kann den Gehalt des Bodenschadstoffs Zink sicher bestimmen. Da eine Bodenbelastung mit Zink oft zusammen mit erhöhten Konzentrationen anderer Schwermetalle auftritt, sollte eine Bodenanalyse sich nicht nur auf Zink beschränken. Bei hohen Bodenbelastungen mit Zink kann eine Kalkung oder eine Düngung mit Phosphat das Zink im Boden binden. Auch die Anreicherung des Bodens mit Humus und dem Tonmineral Bentonit reduziert die Menge an frei verfügbarem Zink.

 


Referenzen:

[1] Umweltbundesamt, „Einträge von Kupfer, Zink und Blei in Gewässer und Böden“: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/2936.pdf
[2] Universität Bayreuth, „Neue Erkenntnisse zum Zinkstoffwechsel in Pflanzen...“: http://www.uni-bayreuth.de/presse/Aktuelle-Infos/2013/224-Zink-Stoffwechsel-Pflanzen.pdf