Richtig gießen

Bodenpflege: Richtig gießen

Wie richtig gießenBei vielen Gartenpflanzen kann es ohne zusätzliches Gießen zu Trockenschäden und verminderten Erträgen kommen. Besonders flachwurzelnde Zierpflanzen, Kübel- und Topfpflanzen und viele Gemüsesorten müssen regelmäßig gegossen werden. Beim Gießen im Garten sollten einige wichtige Dinge beachtetet werden – sonst kann Gießen sogar Schäden an den Pflanzen verursachen.

Gemüsegarten richtig gießen

  • Am besten in den frühen Morgenstunden gießen.
  • Zweimal wöchentliches Gießen ist für Gemüse ausreichend.
  • Sandige Böden müssen häufiger gegossen werden.

Den Garten richtig gießen

Die perfekte Zeit zum Gießen des Gartens sind die frühen Morgenstunden. In dieser Zeit ist die natürliche Verdunstung gering und der Boden kann das Wasser gut aufnehmen. Auch in den Abendstunden kann gegossen werden. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass durch die langanhaltende Feuchtigkeit über Nacht verstärkt gefräßige Schnecken angelockt werden. Außerdem kann das abendliche Gießen des Gartens die Pflanzen anfälliger für Mehltau und Schimmel machen. Gießen bei praller Sonne und hohen Temperaturen sollte vermieden werden, da das Wasser zu schnell verdunstet und Wassertropfen auf den Blättern zum sogenannten „Brennglaseffekt“ durch Sonneneinstrahlung führen können.[1] Regenwasser ist wegen der günstigeren Wasserhärte und Temperatur meist besser zum richtigen Gießen des Gartens geeignet als Leitungswasser. Außerdem spart die Verwendung von Regenwasser Kosten und schont die Trinkwasserressourcen.

Wie Gemüsegarten und Toppflanzen gießen?

Gemüsegärten sollten in Trockenphasen nur zweimal wöchentlich mit mindestens 30 Litern pro m² gegossen werden. Beim häufigen Gießen mit geringen Wassermengen wird nur die oberste Bodenschicht durchfeuchtet. Viele Pflanzenwurzeln liegen aber in einer Tiefe von 20 – 30 cm. Oberflächliches Gießen fördert die Ausbildung einer sehr flachen Wurzelstruktur – was bei Trockenphasen oder Gießpausen zur Vertrocknung der Pflanzen führen kann. Junge Keimlinge erfordern ein häufigeres Gießen als ältere Pflanzen mit tieferen Wurzeln. Um einzelne Pflanzen und Stauden mit Wasser zu versorgen, können auch Blumentöpfe mit Löchern direkt an der Pflanze eingegraben werden. Diese befüllt man dann mit Wasser. So werden die Wurzeln gleichmäßig mit Wasser versorgt. Topf- und Kübelpflanzen müssen bei intensiver Sonneneinstrahlung täglich gewässert werden. Generell kommt es beim richtigen Gießen auch auf die Bodenart an. Sandige Böden halten Wasser schlecht und müssen häufiger gegossen werden als schwere Böden.[2]

Eine Bodenanalyse hilft den Garten richtig zu gießen

Eine Bodenanalyse kann helfen, für den Garten die richtige Gießstrategie zu entwickeln. So ist die Kenntnis der Bodenart für die richtige Gießmenge und Gießhäufigkeit entscheidend. Sehr schwere, stark sandige oder verdichtete Böden können das Gießen im Garten sogar teilweise sinnlos machen. Vor einem erfolgreichen Anbau von zum Beispiel Gemüse müssen diese Böden aufbereitet werden. Eine Bodenanalyse gibt hierzu wertvolle Tipps.

 

Referenzen:

[1] Stadtwerke Bielefeld, „Den Garten richtig bewässern“: http://www.stadtwerke-bielefeld.com/2568.htm
[2] NABU, „NABU-Tipps zur Garten-Bewässerung an heißen Sommertagen“: http://www.nabu.de/oekologischleben/balkonundgarten/gartenarbeit/00581.html