Echter Mehltau

Echter Mehltau bei den Pflanzen

Zum Echten Mehltau (Erysiphaceae) gehören mehrere Arten und Gattungen. Echter Mehltau ist eine häufige Pilzerkrankung bei Pflanzen, die die Oberfläche von Blättern befällt. Die verschiedenen Arten des Echten Mehltaus sind relativ spezifisch an ihre Wirtspflanzen angepasst. Deshalb werden zum Beispiel Wein und Rosen von verschiedenen Arten des Echten Mehltaus befallen. Abzugrenzen vom Echten Mehltau sind die Arten des Falschen Mehltaus. Diese befallen meist die Unterseiten der Blätter und dringen, im Gegensatz zum Echten Mehltau, tief in das Pflanzengewebe ein.

Fakten Echter Mehltau bei Pflanzen

  • Echter Mehltau zeigt sich durch einen mehligen Belag.
  • Echter Mehltau wird durch Pilzsporen übertragen.
  • Eine Überdüngung mit Stickstoff fördert den Befall mit Echtem Mehltau.
  • Echter Mehltau kann mit Fungiziden bekämpft werden.

Echter Mehltau bei Pflanzen – wie äußert sich die Krankheit?

Charakteristisch für den Echten Mehltau bei Pflanzen ist ein weißlicher, mehliger Belag, der bis auf die Wurzeln praktisch alle Pflanzenteile befallen kann. Auch vor Früchten und Blüten macht der Echte Mehltau nicht halt. Echter Mehltau führt zu einer deutlichen Verlangsamung des Wachstums, da der Pilz mit der Pflanze um wichtige Nährstoffe konkurriert. Bei länger anhaltendem Befall von Pflanzen mit Echtem Mehltau werden Blätter welk und fallen schließlich ab.[1] Echter Mehltau ist jedoch ein sogenannter obligater Schädling, der auf seinen Wirt angewiesen ist. Deshalb führen die Schäden durch Echten Mehltau meist nicht zum kompletten Absterben der Pflanze.

Welche Ursachen hat ein Befall von Pflanzen mit Echtem Mehltau?

Echter Mehltau wird durch Pilzsporen übertragen, die sich durch den Wind verbreiten. Sporen des Echten Mehltaus können zum Beispiel in Knospen und Stängeln von Pflanzen überwintern. Echter Mehltau breitet sich auf Pflanzen besonders gut bei einer Luftfeuchtigkeit um 80 % und warmen Temperaturen aus. Starke Taubildung am Morgen fördert ebenfalls die Ausbreitung. Besonders anfällig für den Echten Mehltau sind zum Beispiel Tomaten und Gurken im Gewächshaus sowie Eichen und Apfelbäume.

Wie kann Echter Mehltau bekämpft werden?

Um eine Bekämpfung des Echten Mehltaus möglichst gar nicht erst nötig zu machen, sollte die Pflanze nicht durch schlechte Umwelt- und Bodenbedingungen geschwächt werden. So fördert eine Überdüngung mit Stickstoff die Anfälligkeit der Pflanzen für Echten Mehltau. Eine ausreichende Versorgung mit Kalium macht die Pflanzen hingegen widerstandsfähiger gegen den Pilz. Befallene Pflanzenteile werden möglichst entfernt. Weiterhin sollte bei der Bekämpfung von Echtem Mehltau auf ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen und eine gute Belichtung geachtet werden. Bei starkem Befall stehen auch eine Vielzahl von chemischen Fungiziden (Anti-Pilz-Mittel) zur Verfügung.[2] Durch eine Bodenanalyse kann festgestellt werden, ob eine verstärkte Mehltaubildung zum Beispiel durch eine Überdüngung mit Stickstoff verursacht wird.

 


Referenzen:

[1] Universität Essen, „Pilze: Echter Mehltau“: http://www.wi-inf.uni-essen.de/~schwarze/pflanzen/pilz.html
[2] Pflanzenschutzamt Berlin, „Echter Mehltau an vielen Pflanzen“: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz/tipps/download/2013/Gartenbrief_Nr_23.pdf