Eisenmangel

Eisenmangel: Symptome bei den Pflanzen

Eisen ist ein natürlicher Bestandteil von Böden. Ein Eisenmangel bei Pflanzen ist oft nicht die Folge eines zu niedrigen Eisengehalts des Bodens. Ein Eisenmangel im Garten wird vielmehr meist durch eine schlechte Eisenverfügbarkeit aufgrund ungünstiger Bodenverhältnisse hervorgerufen. Pflanzen benötigen Eisen für die Photosynthese und andere wichtige Stoffwechselvorgänge. Eine Unterversorgung mit Eisen kann für Pflanzen schwerwiegende Folgen haben.

Fakten Eisenmangel im Garten

  • Pflanzen benötigen Eisen für die Photosynthese
  • Eisenmangel äußert sich durch entfärbte Blätter mit grünen Blattadern.
  • Eisen ist in alkalischen und tonigen Böden schlecht verfügbar.
  • Eisenmangel im Garten kann mit Bodenverbesserungen und Eisendünger bekämpft werden.

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Was sind die Symptome eines Eisenmangels bei Pflanzen?

Typisches Symptom eines Eisenmangels bei Pflanzen ist eine gestörte Photosynthese, die sich durch entfärbte junge Blätter zeigt. Teilweise nehmen die Blätter auch eine gelbliche Farbe an. Charakteristisch für einen Eisenmangel sind von der Entfärbung nicht betroffene grüne Blattadern. Langfristiger Eisenmangel führt zu Wachstumsstörungen. Bei einem starken und lang anhaltenden Eisenmangel im Garten können Pflanzen auch absterben. Symptome eines Eisenmangels treten besonders häufig bei folgenden Pflanzen auf: Rhododendren, Rosen, Erdbeeren, Brombeeren, Tomaten und Apfelbäume.[1]

Mögliche Ursachen eines Eisenmangels im Garten

Die Verfügbarkeit von Eisen ist in sauren Böden mit einem Boden-pH-Wert von 4,5 am besten. Mit ansteigendem pH-Wert sinkt die Verfügbarkeit. Bereits bei leicht alkalischen Böden mit einem pH-Wert von 7,5 kann ein Eisenmangel im Garten entstehen. Auch stark tonige oder besonders humusreiche Böden können viel Eisen im Boden binden und bei Pflanzen Symptome von Eisenmangel hervorrufen. Behindert wird die Eisenaufnahme außerdem durch stark verdichtete, zu nasse und phosphatreiche Böden. Kupferhaltige Spritzmittel und eine Überdüngung mit Nitraten vermindern die Eisenaufnahme ebenfalls.[2]

Wie kann Eisenmangel im Garten verhindert werden?

Zeigen Pflanzen Symptome von Eisenmangel, ist eine Bodenanalyse zu empfehlen. So kann festgestellt werden, ob das Eisen im Boden nur schlecht verfügbar ist oder ob ein genereller Eisenmangel besteht. Um die Eisenaufnahme zu verbessern, sollten verdichtete Böden gelockert werden. Bei Staunässe kann sich eine Drainierung positiv auf die Eisenaufnahme auswirken. Kalkhaltiges Gießwasser sollte durch Regenwasser ersetzt werden, um ein weiteres Ansteigen des Boden-pH-Wertes zu verhindern. Eine zusätzliche Düngung mit Kalk und Nitraten wäre ebenfalls kontraproduktiv. Einem Eisenmangel im Garten kann außerdem durch spezielle Eisendünger begegnet werden. Wegen der guten Verfügbarkeit sollten die Dünger Eisenchelate enthalten. Eisen kann von Pflanzen auch direkt über die Blätter aufgenommen werden. Deshalb kann auch eine Blattdüngung mit Eisen sinnvoll sein. Bei Überdosierungen kommt es bei der Blattdüngung jedoch schnell zu Blattschäden.

 

Referenzen:

[1] Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, „Eisen – ein unentbehrlicher Mineralstoff für Pflanzen“: http://www.lwg.bayern.de/gartentipps/2008/29151/index.php
[2] Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft: http://www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/download/pflanzliche_Erzeugung/20060601_SN_Fe_2.pdf