Sternrußtau

Sternrußtau bekämpfen

Sternrußtau (Diplocarpon rosae) ist eine Pilzkrankheit, die besonders häufig bei Rosen auftritt. Sternrußtau verursacht bei Rosen spezifische schwarze Flecken auf den Blättern. Deshalb wird der Sternrußtau auch oft Schwarzfleckenkrankheit genannt.

Sternrußtau bei Rosen – was sind die typischen Anzeichen?

Sternrußtau macht sich bei Rosen durch schwarze, sich sternförmig ausbreitende Flecken auf den Blättern bemerkbar. Die Flecken treten häufig zuerst auf bodennahen Blättern auf und breiten sich dann in die oberen Blattetagen aus. Erste Anzeichen des Sternrußtaus treten ab April/Mai auf. Stark befallene Blätter vergilben nach einer gewissen Zeit durch Chlorophyllmangel und werden schließlich von der Pflanze abgestoßen. Vom Sternrußtau befallene Rosen können komplett verkahlen und der Blütenansatz ist oft stark eingeschränkt. Obwohl der Sternrußtau überwiegend Rosen befällt, können auch Lorbeer und wenige andere Pflanzen vor der Krankheit befallen werden.

Fakten Sternrußtau bei Rosen

  • Sternrußtau ist eine Pilzerkrankung der Blätter.
  • Schwarze Flecken auf Rosenblättern sind ein Anzeichen für Sternrußtau.
  • Brennnesseljauche und luftige Standorte können Sternrußtau vorbeugen.

Was verursacht Sternrußtau bei Rosen?

Der Erreger des Sternrußtaus ist ein Pilz, dessen Sporen zum Beispiel in befallenem Laub aus dem Vorjahr oder im Boden überwintern. Die Sporen können mit dem Wind auch größere Entfernungen zurücklegen. Eine Infektion wird durch Temperaturen über 15 Grad, eine hohe Luftfeuchtigkeit und über mehrere Stunden bestehende Blattnässe begünstigt.[1]

Wie kann Sternrußtau bekämpft werden?

Um eine Neuinfektion aus befallenen Blättern und Trieben zu vermeiden, sollten diese entfernt und dann verbrannt oder im Müll entsorgt werden. Befallene Pflanzenteile gehören nicht auf den Kompost und dürfen auch nicht zum Mulchen verwendet werden. Da die Sporen des Erregers im Boden lange überleben können, sollte aufspritzendem Boden durch vorsichtiges Gießen und eine Mulchschicht auf dem Boden entgegenwirkt werden. Generell ist beim Gießen eine Befeuchtung der Blätter zu vermieden. Direktes Gießen an die Wurzel (Gießrand) ist die beste Option. Zur Bekämpfung des Sternrußtaus eignen sich biologische Spritzmittel wie Brennnesseljauche oder Schachtelhalmtee. Sonnige und luftige Standorte tragen ebenfalls zur Bekämpfung des Sternrußtaus bei. Darüber hinaus stehen eine Vielzahl chemischer Anti-Pilz-Mittel (Fungizide) zu Verfügung. Beim Kauf sollte auf Rosen mit dem ADR-Siegel (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitsprüfung) geachtet werden, da diese Rosen eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten aufweisen.[2]

Sternrußtau bekämpfen – Prävention durch geeigneten Boden

Sternrußtau tritt besonders bei Rosen auf, die durch schlechte Umwelt- und Bodenbedingungen geschwächt sind. Rosen sind Tiefwurzler und bevorzugen daher tiefgründig gelockerte Böden. Der Boden sollte leicht lehmig sein und einen hohen Humusanteil besitzen. Eine Bodenanalyse gibt darüber Auskunft, ob ein Boden für Rosen geeignet ist oder welche Verbesserungsmaßnahmen optimale Bedingungen für Rosen schaffen können.

 


Referenzen:

[1] Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, Mecklenburg-Vorpommern, „Sternrußtau an Rosen“: http://www.lallf.de/fileadmin/media/PDF/ps/themen/garten/003-Sternrusstau.pdf
[2] Regierungspräsidium Gießen, „Sternrußtau“: http://pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de/pflanzenschutzinfothek/ziergehoelze/laubgehoelze-schaeden-an-einzelnen-arten/rosa-rose/sternrusstau/