Hilfe gegen Spinnmilben

Die zu den Spinnentieren gehörenden Spinnmilben richten bei Gartenpflanzen teilweise erhebliche Schäden an. Auch im professionellen Wein-, Obst- und Gemüseanbau ist die Spinnmilbe ein bedeutender Schädling. Bei Gartenpflanzen treten meist die Gemeine Spinnmilbe (Synonym: Bohnenspinnmilbe) und die Obstbaumspinnmilbe (Synonym: Rote Spinne) auf. Insgesamt sind jedoch etwa 1.200 Spinnmilbenarten bekannt. Spinnmilben erreichen Körperlängen von bis zu 0,8 mm und ernähren sich von Pflanzensäften. Die Schädlinge befallen oft nur spezifische Wirtspflanzen.

Spinnmilben bei Gartenpflanzen

•    In Deutschland treten besonders die Gemeine Spinnmilbe und die Obstbaumspinnmilbe auf.
•    Gelb oder weiß gefleckte Blätter an Gartenpflanzen sind ein Zeichen für Spinnmilbenbefall.
•    Raubmilben sind eine gute Hilfe gegen Spinnmilben.

Schadbild von Spinnmilben bei Gartenpflanzen

Ein Befall von Spinnmilben bei Gartenpflanzen macht sich durch gelbe, silberne oder weiße Flecken auf den Blattoberseiten bemerkbar. Die Flecken sind punktförmig verteilt und entstehen durch das Anstechen der Blätter durch die Milben. Bei fortschreitendem Befall führen Spinnmilben bei Gartenpflanzen zu vergilbten und vertrockneten Blättern.  Charakteristisch für das Schadbild bei Spinnmilben sind auch die feinen Spinnfäden, mit denen sich die Milben vor Feinden schützen. Stark geschädigte Pflanzen können ganz absterben. Eingerollte Blätter, verkümmerte Triebe und ein verminderter Wuchs können ebenfalls Anzeichen von Spinnmilben bei Gartenpflanzen sein. Die Spinnmilben selbst halten sich meist auf den Blattunterseiten auf und können mit einer Lupe leicht beobachtet werden. Die Gemeine Spinnmilbe ist durchsichtig bis braun gefärbt und befällt viele Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenarten. Die Obstbaumspinnmilbe hat eine auffallend rötliche Färbung und ist fast ausschließlich auf Weinreben und Obstgehölzen zu finden.

Spinnmilben bei Gartenpflanzen – wie kommt es zu einem Befall?

Spinnmilben treten bei Gartenpflanzen verstärkt bei Trockenheit und hohen Temperaturen auf. Besonders gefährdet sind auch Zimmerpflanzen (z.B. Fuchsie, Gummibaum, Zimmer-Efeu) in trockenen Räumen. Die Reproduktionsrate von Spinnmilben ist sehr hoch. So legt ein Weibchen innerhalb von wenigen Wochen bis zu 100 Eier. Unter guten Bedingungen ist bereits nach einer Woche eine neue Generation von Milben geschlüpft. Spinnmilben verbreiten sich über befallene Gartenpflanzen und teilweise mit dem Wind.

Hilfe gegen Spinnmilben?

Bei Zimmerpflanzen und im Freiland kann das regelmäßige Besprühen der Blätter (Unterseiten nicht vergessen!) mit Wasser eine gute Hilfe gegen Spinnmilben sein. Im Freiland werden Gemeine Spinnmilben hauptsächlich mit Raubmilben der Art Phytoseiulus persimilis bekämpft.  Eine Raubmilbe kann täglich über 20 Spinnmilben bzw. deren Eier unschädlich machen. Raubmilben sind im Fachhandel und in Onlineshops erhältlich. Als vorbeugende Hilfe gegen Spinnmilben sollte besonders in Gewächshäusern auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Auch chemische Akarizide wie zum Beispiel Fenpyroximat können eine Hilfe gegen Spinnmilben sein. Gute Boden- und Umweltverhältnisse stärken die Pflanzen und machen sie weniger anfällig für viele Schädlinge. Eine Bodenanalyse kann konkrete Hinweise für Bodenverbesserungsmaßnahmen und eine optimale Düngung liefern.

 

 

Referenzen:

[1] Regierungspräsidium Gießen, „Spinnmilben“: http://pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de/pflanzenschutzinfothek/zimmerpflanzen/schaedlinge-an-zimmer-und-kuebelpflanzen/spinnmilben/

[2] Pflanzenschutzdienst Hamburg, „ Phytoseiulus persimilis – Raubmilbe“: http://www.hamburg.de/pflanzenschutzamt/phytoseiulus-persimilis-raubmilbe/