Mottenschildlaus oder Weiße Fliege

Mottenschildläuse gehören zu den Pflanzenläusen und sind vielfach auch unter dem Namen Weiße Fliege bekannt. In Europa sind etwa 15 Arten dieser Schildläuse heimisch. Die Läuse erreichen eine Körperlänge von nur 1 bis 3 mm. Den Namen Weiße Fliege tragen die Insekten wegen ihres charakteristischen weißen Staubes auf den Flügeln. Mottenschildläuse ernähren sich von Pflanzensäften und sind vor allem in Gewächshäusern verbreitete Schädlinge. Besonders häufig sind in Deutschland die folgenden Arten: Gewächshaus-Weiße-Fliege (Trialeurodes vaporariorum), Eschen-Weiße-Fliege (Siphoninus phillyreae) und Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella).

Fakten Mottenschildläuse/Weiße Fliegen

•    Mottenschildläuse sind besonders häufig in Gewächshäusern anzutreffen.
•    Mottenschildläuse saugen Pflanzensäfte und können Wuchsdeformierungen verursachen.
•    Schlupfwespen sind natürliche Feinde der Schildläuse.

Welche Schäden richten Mottenschildläuse an?

Mottenschildläuse sind überwiegend an den Unterseiten von Blättern anzutreffen und saugen dort Pflanzensäfte. Auch die weißlichen Larven der Schildläuse sind als Schädlinge auf den Blättern zu finden. Bei einem starken Befall mit den Schildläusen vergilben die Blätter und sterben schließlich ab. Insbesondere bei Kohlgemüsen kommt es auch zu Wuchsdeformierungen der Blätter.[1] Die Schildläuse scheiden außerdem Honigtau (ein klebriges Sekret) aus. Der Honigtau ist auf den Pflanzen gut zu erkennen und ist ein guter Nährboden für Pilzkrankheiten wie den Rußtau. Rußtau äußert sich durch dunkelbraune, pilzige Beläge auf Pflanzen. Mottenschildläuse befallen verstärkt Obst- und Ziergehölze, Kohlgemüse und viele Arten von Zierpflanzen. Besonders wohl fühlen sich Mottenschildläuse auch auf Zimmerpflanzen in Blumentöpfen.

Was fördert einen Befall mit Mottenschildläusen?

Mottenschildläuse brauchen hohe Temperaturen um 24 °C und eine hohe Luftfeuchtigkeit für ihre optimale Entwicklung und Vermehrung. Ideale Bedingungen ergeben sich für den Schädling daher in Gewächshäusern. Die äußerst fruchtbaren Insekten können sich durch ihr gutes Sprungvermögen oder durch ihre Flugfähigkeit verbreiten. Oft werden Mottenschildläuse auch mit Pflanzen in Blumentöpfen und Kübelpflanzen eingeschleppt. In Wohnungen können die Schädlinge auf Zimmerpflanzen auch bestens überwintern. Selbst auf Kohlgemüse in Supermärkten sind die Schildläuse manchmal zu finden.

Mottenschildläuse auf Blumentöpfen oder im Gewächshaus – was kann man tun?

Mottenschildläuse können durch Nützlinge wie zum Beispiel Schlupfwespen bekämpft werden. Möglich ist auch eine Bekämpfung mit Kali-Seife oder rapsölhaltigen Spritzmitteln. Dabei sollten besonders die Blattunterseiten gut eingesprüht werden. Klebrige Leimtafeln dienen zur Überwachung eines Befalls und können den Bestand der Schildläuse etwas dezimieren. Eine gute Durchlüftung von Gewächshäusern dämmt die Vermehrung der Schildläuse ein. Pflanzen in Blumentöpfen und Kübeln sollten bei einem Befall mit Mottenschildläusen nach Möglichkeit an kühlere und luftigere Standorte gebracht werden. Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen viele Schädlinge, wenn sie optimale Boden- und Umweltbedingungen vorfinden.[2] Eine Bodenanalyse ist ein wichtiges Instrument, um diese Bedingungen herzustellen.

 

Referenzen:

[1] Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, „Mottenschildläuse saugen an Kohlblättern“: http://www.landwirtschaftskammer.de/presse/archiv/2012/aa-2012-30-05.htm

[2] Pflanzenschutzdienst Hamburg, „Weiße Fliegen“: http://www.hamburg.de/pflanzenschutzamt/weisse-fliegen/