Rosenblattrollwespe

Die Rosenblattrollwespe (Blennocampa pusilla) ist ein Schädling, der ausschließlich Zier- und Wildrosen befällt. Rosenblattrollwespen sind schwarz gefärbt und werden nur etwa 4 mm groß. Auffallend ist der relativ breite Kopf der Insekten. Rosenblattrollwespen verstecken sich oft an den Unterseiten von Blättern. Schäden an Rosen richten auch die 8–9 mm langen weiß-grünlichen Larven der Wespen an.

Mittel gegen die Rosenblattrollwespe

•    Die Rosenblattrollwespe verursacht bei Rosen eingerollte Blätter.
•    Der Einsatz von Insektiziden gegen die Larven ist oft wirkungslos.
•    Ein Mittel gegen die Rosenblattrollwespe ist das frühzeitige Entfernen befallener Blätter.

Welche Schäden verursacht die Rosenblattrollwespe?

Ein Befall mit der Rosenblattrollwespe wird meist ab Mai/Juni durch von außen nach innen eingerollte Blätter sichtbar. Die Blätter bilden dabei oft eine regelrechte Röhre. Im Inneren dieser Röhre zeigen sich später selten auch die geschlüpften weiß-grünlichen Larven. Überwiegend fallen die Larven nach dem Schlüpfen jedoch schnell auf den Boden. Teilweise werden die geschädigten Blätter frühzeitig abgeworfen und die Rosen verkahlen. Aufgrund eines geschwächten Allgemeinzustandes kann es auch zu Wachstumsstörungen bei Rosen kommen. Die Wachstumsstörungen durch eine Schwächung werden in der Regel erst im Folgejahr sichtbar. In den allermeisten Fällen beschränken sich die Schäden durch die Rosenblattrollwespe jedoch auf den optischen Makel der eingerollten Blätter.[1]

Welche Ursachen hat das Schadbild der Rosenblattrollwespe

Die charakteristischen eingerollten Blätter entstehen durch den Einstich der Rosenblattrollwespen für die Eiablage. Die geschlüpften Larven fressen im Inneren der eingerollten Blätter und fallen dann bald zu Boden. Der Boden bietet den Larven Schutz für die Überwinterung. Im Frühjahr verpuppen sich die Larven in einem Kokon. Aus diesem schlüpft die neue Generation von Rosenblattrollwespen. Die Wespen können pro Jahr nur eine Generation an Nachkommen hervorbringen. Massenvermehrungen wie zum Beispiel bei den wesentlich reproduktionsfreudigeren Blattläusen sind daher sehr selten.[2]

Welche Mittel gibt es gegen die Rosenblattrollwespe?

Die Bekämpfung der Rosenblattrollwespe ist sehr schwierig, da die Schädlinge auch Wildrosen befallen und von dort wegen ihres guten Flugvermögens immer wieder in Zierrosenkulturen einwandern. Mittel gegen die Rosenblattrollwespe können auch schlecht bei den Larven ansetzen, da diese in den Blattröhren gegen äußere Einflüsse wie Insektizide sehr gut geschützt sind. Um eine Ausbreitung der Schädlinge zu erschweren, sollten befallene Blätter möglichst vor der Abwanderung der Larven entfernt und vernichtet werden (nicht auf den Kompost!). Bei sehr starkem Befall können Insektizide wie Thiacloprid oder Acetamiprid ein Mittel gegen die Rosenblattrollwespe sein. Die Erfolgsaussichten einer Bekämpfung der Wespen mit Insektiziden sind aber, wie bei den Larven, nicht besonders gut. Rosen stellen besondere Ansprüche an den Boden und sind bei schlechten Bodenverhältnissen anfälliger für Schädlinge. Eine Bodenanalyse gibt dem Gärtner wertvolle Anhaltspunkte zur Herstellung der optimalen Bodenverhältnisse für die sensiblen Pflanzen.

 

 

Referenzen:

[1] Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen: „Rosenblattrollwespe“: http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz.../hausgarten/zierpflanzen/rosenblattrollwespe.htm

[2] Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern: „Rosenblattrollwespe“: http://www.lallf.de/fileadmin/media/PDF/ps/themen/garten/005-Rosenrollblattwespe.pdf