Rosengallwespe und ihre Bekämpfung

Schädling RosengallwespeDie Gemeine Rosengallwespe (Diplolepis rosae) ist dem Gärtner meistens einfach unter dem Namen Rosengallwespe bekannt. Der Schädling wird nur etwa 4 mm lang und hat eine dunkle Grundfarbe mit einem auffallend roten Hinterleib. Die Rosengallwespe befällt ausschließlich Rosen. Besonders oft sind Wildrosen von den Schädlingen betroffen. Rosengallwespen treten als fliegende Insekten verstärkt im Mai auf. Die verursachten Schäden der Insekten werden jedoch erst später im Jahr sichtbar.

Fakten zum Schädling Rosengallwespe

•    Die Rosengallwespe verursacht an Rosen struppige, klettenartige Gallen.
•    Die Ausbildung der Gallen wird durch die Eiablage der Rosengallwespe verursacht.
•    Eine Bekämpfung der Rosengallwespe ist nur durch die Entfernung der Gallen möglich.

Schädling Rosengallwespe – woran erkannt man einen Befall?

Typisches Erkennungszeichen des Schädlings Rosengallwespe sind die sogenannten Gallen, die oft auch Rosenäpfel genannt werden. Die grünlich, rötlich oder gelblich gefärbten Gallen haben eine runde Grundstruktur und können einen Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen. Im Gegensatz zu vielen Gallen anderer Insekten, sind die Gallen der Rosengallwespe nicht mit einer glatten Außenhaut überzogen. Vielmehr weisen sie viele moos- oder haarartige Auswüchse auf. Die Gallen ähneln in ihrer Form teilweise eher Kletten oder Moosknäueln als Äpfeln. Die Gallen des Schädlings Rosengallwespe finden sich meist an den Enden von jungen Rosentrieben. Sie enthalten mehrere Kammern, in denen sich die weißen Larven der Wespe befinden.[1] Die Schäden durch die Rosengallwespe sind meist nur optischer Natur. Erst bei einem sehr starken Befall können Rosen mit Wachstumsstörungen reagieren.

Was verursacht die Gallbildung durch den Schädling Rosengallwespe?

Im Mai beginnt die Eiablage der Rosengallwespe in Triebe und Knospen der Rosen. Durch die bei der Eiablage in die Rosen eindringenden Stoffe werden die Pflanzen angeregt, Gallen auszubilden. Die Gallen fungieren dann als Schutzkokons und Überwinterungsstation für die Entwicklung und Verpuppung der Larven des Schädlings. Im nächsten Frühjahr schlüpft aus den Puppen die nächste Generation an Rosengallwespen. Durch das gute Flugvermögen und die Einwanderung aus wilden Rosenbeständen können sich die Schädlinge schnell in Gärten verbreiten.

Rosengallwespe bekämpfen – welche Mittel gibt es?

Das geringe Schadpotenzial der Rosengallwespe macht eine Bekämpfung meist nicht erforderlich. Eine chemische Bekämpfung der Gallen oder der Rosengallwespe ist ebenfalls nicht möglich. Die Rosengallwespe kann nur bekämpft werden, indem man die Gallen spätestens im Winter entfernt und vernichtet.[2] 

Rosen sind sensible Pflanzen und stellen relativ hohe Anforderungen an die Bodenbeschaffenheit (kalkhaltig, tiefgründig, keine Staunässe etc.). Eine Bodenanalyse berücksichtigt alle Bodenparameter, die für eine optimale Entwicklung und Gesunderhaltung von Rosen wichtig sind. Gesunde und optimal versorgte Rosen können einem Befall durch Schädlinge besser widerstehen.

 

 

Referenzen:

[1] Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ARBOFUX, „Rosengallwespe“: http://www.arbofux.de/rosengallwespe.html

[2] Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, „Rosen (Ziergarten)“: http://www.lfl.bayern.de/ips/kleingarten/049284/index.php