Rosenkrankheiten

RosenkrankheitenOptimale Standorte können vor Rosenkrankheiten schützen

Optimale Standort- und Bodenbedingungen sind eine gute Prävention gegen Rosenkrankheiten. So sind Rosen besonders widerstandsfähig bei tiefgründig gelockerten (min 50 cm), leicht lehmigen und humusreichen Böden mit einem Boden pH-Wert von ca. 5,5 – 7. Zugige Standorte sollten ebenso vermieden werden, wie Standorte mit der Gefahr von Hitzestaus.

Dazu zählen zum Beispiel schlecht belüftete Standorte an Südseiten vor Mauern und Gebäuden. Generell dürfen Rosen nicht zu dicht gepflanzt werden (Mindestabstand ca. 1 m). Dies erschwert die Ausbreitung von Rosenkrankheiten. Von Rosenkrankheiten befallene Pflanzenteile sollten möglichst schnell entfernt und vernichtet werden (nicht auf den Kompost).


Welche Rosenkrankheiten treten häufig auf? Welche Gegenmittel gibt es?

Echter Mehltau

Erkennen: Diese Rosenkrankheit äußert sich durch einen weißlichen mehligen Belag auf Blättern Knospen und Trieben.[1] Echter Mehltau wird durch Pilzsporen übertragen, die auch kalte Winter überstehen können. Echter Mehltau entwickelt sich besonders stark bei einer Luftfeuchtigkeit von über 80 % und warmen Temperaturen. Auch eine starke Taubildung nach kühlen Nächten begünstigt die Pilzkrankheit.

Bekämpfen: Eine Überdüngung des Bodens mit Stickstoff fördert diese Rosenkrankheit und sollte vermieden werden (Bodenanalyse). Ein ausreichender Kaliumgehalt im Boden macht Rosen dagegen widerstandsfähiger gegen Echten Mehltau. Als vorbeugendes Hausmittel hat sich zum Beispiel das Spritzen mit einer Brühe aus Ackerschachtelhalm oder Rainfarn bewährt.


Falscher Mehltau

Erkennen: Falscher Mehltau wird ebenfalls durch Pilze verursacht. Die Rosenkrankheit äußert sich durch einen gräulichen Belag auf der Unterseite der Blätter. Auf den Blattoberseiten sind schwärzliche Flecken zu erkennen. Befallene Rosenblätter sterben nach einiger Zeit meist komplett ab.

Bekämpfen: Begünstigt wird die Entwicklung von Falschem Mehltau durch kühles feuchtes Wetter und Blattnässe. Luftige und lichtreiche Standorte sowie das Gießen an der Wurzel bremsen die Ausbreitung dieser häufigen Rosenkrankheit.


Sternrußtau

Erkennen: Charakteristisch für diese Rosenkrankheit sind dunkelbraune bis schwarze Flecken auf den Blattoberseiten, die sternförmig zu den Fleckenrändern auslaufen. Nach längerem Befall vergilben die Blätter und sterben schließlich ab. Sternrußtau gehört ebenfalls zu den Pilzerkrankungen und verbreitet sich durch Pilzsporen.

Bekämpfen: Begünstigt wird die Ausbreitung von Sternrußtau durch Temperaturen über 15 °C, hohe Luftfeuchtigkeit und Blattnässe.[2] Als Hausmittel gegen Sternrußtau haben sich Brennnesselbrühe und Schachtelhalmtee bewährt. Eine Mulchschicht auf dem Boden und vorsichtiges Gießen von unten schützt Rosen vor Pilzsporen aus dem Boden. Schwere Böden und schlecht belüftete Böden begünstigen einen Befall mit Sternrußtau.


Rosenrost

Erkennen: Rosenrost zählt ebenfalls zur den Pilzkrankheiten. Bei der Rosenkrankheit treten typische orangefarbene bis rötlich-braune („Rost“)-Flecken auf den Blättern auf. Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es an den Unterseiten der Blätter zur Entwicklung von schwarzen Ablagerungen (Sporenlager). Stark befallene Rosen können komplett verkahlen.

Bekämpfen: Rosenrost gedeiht besonders bei feuchtem Wetter und nassen Böden mit Staunässe. Eine gute Bodendurchlüftung ist demnach eine gute präventive Maßnahme gegen diese Rosenkrankheit. Als Hausmittel gegen Rosenrost hat sich das Spritzen mit einer Brühe aus Ackerschachtelhalm bewährt.

 

Referenzen zu Rosenkrankheiten:

[1] Universität Essen, „Pilze: Echter Mehltau“
[2] Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, Mecklenburg-Vorpommern, „Sternrußtau an Rosen“