Rosenschädlinge

Widerstandsfähig gegen Rosenschädlinge durch optimale Standortbedingungen

RosenschädlingeGute Boden- und Standortverhältnisse machen Rosen insgesamt widerstandsfähiger gegen Rosenschädlinge. Rosen gedeihen am besten auf leicht lehmigen, tiefgründig gelockerten (mindestens 50 cm) Böden.

Die Böden sollten weiterhin humusreich sein und einen pH-Wert zwischen ca. 5,5 und 7 aufweisen. Rosen werden am besten mit einem Abstand von 80 – 120 cm gepflanzt. Der optimale Standort ist sonnig und luftig. Pflanzungen vor Südmauern sollten wegen der Gefahr eines Hitzestaus vermieden werden.


Welches sind die häufigsten Rosenschädlinge? Wie kann man sie bekämpfen?

Blattläuse

Erkennen: Rosen reagieren auf einen starken Blattlausbefall mit eingerollten oder gekräuselten Blättern und Trieben. Weiterhin scheiden die Rosenschädlinge zuckerhaltigen Honigtau aus. Dieser begünstigt wiederum Infektionen mit Rußtau und anderen Pilzkrankheiten. Vielfach werden Blattläuse erst durch das gehäufte Auftreten von Ameisen bemerkt, die sich von dem Honigtau ernähren und Blattläuse regelrecht „melken“.[1]

Bekämpfen: Eine Überdüngung des Bodens mit Stickstoff fördert allgemein den Befall mit saugenden Rosenschädlingen wie Blattläusen. Natürliche Fressfeinde von Blattläusen sind zum Beispiel Marienkäfer, Ohrwürmer und Florfliegen. Nützlinge können unter anderem in Online-Shops erworben werden. Als Hausmittel gegen Blattläuse haben sich Rapsöl- und Schmierseifenlösungen sowie Jauchen aus Brennnesseln bewährt.


Rosengallwespe

Erkennen: Die Rosengallwespe verursacht durch ihre Einstiche und die Ablage von Eiern an Rosen die typischen Rosenäpfel. Die Rosenäpfel dienen dabei den sich entwickelnden Larven der Wespe als eine Art Kokon. Die struppigen rundlichen Rosenäpfel fügen Rosen keinen systemischen Schaden zu.

Bekämpfen: Bekämpfen lässt sich die Rosengallwespe praktisch nicht. Die Vermehrung des Rosenschädlings kann nur durch Abschneiden und Vernichten (Mülltonne, verbrennen) der Rosenäpfel gebremst werden.


Spinnmilben

Erkennen: Von den zu den Spinnentieren gerechneten Spinnmilben gibt es über 1.000 Arten. Im Garten tritt meist die Gemeine Spinnmilbe auf. Spinnmilben sind mit einer Größe von unter einem Millimeter mit dem bloßen Auge oft kaum zu erkennen. Bei Rosen machen sich die Rosenschädlinge durch gelbbraune Punkte auf den Blattoberseiten bemerkbar. Nach einiger Zeit vertrocknen die Blätter komplett. Charakteristisch sind auch die weißen Gespinste der kleinen Rosenschädlinge.

Bekämpfen: Spinnmilben lieben Trockenheit und hohe Temperaturen. Deshalb sollten Rosen möglichst nur an gut belüfteten Stellen gepflanzt werden. Hausmittel gegen Spinnmilben sind Jauchen aus Brennnessel und Ackerschachtelhalm. Auch Raubmilben wie Phytoseiulus persimilis können Spinnmilben bekämpfen.[2]


Dickmaulrüssler

Erkennen: Dickmaulrüssler gehören zu den gefährlichsten Rosenschädlingen. Ein Befall mit Dickmaulrüsslern ist an den buchtförmigen Fraßspuren an den Blatträndern zu erkennen. Ein erhebliches Schadpotenzial haben auch die im Boden lebenden Larven des Dickmaulrüsslers. Diese Schädlinge ernähren sich von den Rosenwurzeln und können ganze Pflanzen zum Absterben bringen.

Bekämpfen: Dickmaulrüssler werden oft über Gartenerde und Erde in Blumentöpfen eingeschleppt. Deshalb sollte möglichst Erde aus dem eigenen Garten verwendet werden. Die Bekämpfung des Rosenschädlings erfolgt durch HM-Nematoden (Fadenwürmer).

 

Referenzen zu Rosenschädlinge:
[1] Bayerisches Landesamt für Umwelt, „Blattläuse“
[2] Pflanzenschutzdienst Hamburg, „Phytoseiulus persimilis – Raubmilbe“