Lehmboden

Bodenart: Lehmboden 

Lehmboden

Lehmböden können in allen Teilen Deutschlands auftreten. Durch eiszeitliche Bodenverschiebungen gibt es auch lokal begrenzte Vorkommen direkt neben absoluten Sandböden. Sehr oft treten lehmhaltige Böden in ehemaligen Urstromtälern von Flüssen und in Gletscherendzonen der Eiszeiten auf. Das Urstromtal der Elbe, die Magdeburger Börde und das Alpenvorland sind Beispiele für Gebiete mit einem großen Anteil von Lehmböden.[1]

➨ Lehm, eine Mischung aus Ton und Sand, ist in Europa überwiegend durch das Abschleifen von Gestein durch Gletscher und die natürliche Verwitterung von Urgestein entstanden. Durch den Transport feinster Lehm-Partikel mit dem Wind stammt ein Teil des Lehms sogar aus weit entfernten Steppenregionen.

Fakten Lehmboden

  • Durchlässige Lehmböden sind gut für Gartenbau geeignet.
  • Bei undurchlässigen, nassen lehmigen Böden besteht die Gefahr von Wurzelfäule.
  • Die Bodenart „Lehmboden“ kann aufbereitet werden (durch lockern des Lehmbodens).

Gartenbau auf der Bodenart Lehmboden

Lehmhaltige Böden mit einem gewissen Sandanteil bieten grundsätzlich sehr gute Bedingungen für Gartenbau. Lehmböden können Nährstoffe, zusätzlichen Dünger und Wasser gut speichern. Demgegenüber steht eine teilweise schlechte Durchlüftung und eine eher langsame Erwärmung. Eine unzureichende Durchlüftung von Böden kann zu einer schlechten Sauerstoffversorgung der Pflanzenwurzeln führen. Dies tritt besonders bei zu nassen lehmhaltigen Böden mit hoher Dichte auf. Bei lang anhaltender Minderversorgung mit Sauerstoff und Staunässe kann es auch zur Wurzelfäule und einem Absterben der Pflanze kommen. Außerdem können Lehmböden besonders bei Trockenheit sehr hart werden, was die Bearbeitung der Böden erschwert. Walnussbäume, Pfingstrosen und Rittersporn gedeihen auf lehmigen Boden sehr gut. Auch viele Obstbäume bringen auf der Bodenart Lehmboden gute Erträge. Ungeeignet sind diese Böden zum Beispiel für Rhododendron, Heidelbeeren oder Narzissen.

Lehmboden lockern und aufbereiten

Schwere Lehmböden sollten im Herbst umgegraben oder umgepflügt werden. Im Winter kann so der Frost gut in den Boden eindringen und diesen lockern. Die Wasser- und Sauerstoffdurchlässigkeit von Lehmboden wird außerdem durch Schreddergut oder Kompost verbessert. Außerdem wird so der Boden mit wichtigen Mikroorganismen und Humus angereichert. Torf ist zur Verbesserung der Bodenstruktur nicht gut geeignet, da Torf in schweren, undurchlässigen Böden verkohlt.[2] Bei stark tonhaltigen Böden kann auch die Beimischung von Sand die Durchlüftung und das Mikroklima des Bodens verbessern und den Boden lockern.

boden-art-bestimmen

Eine Bodenanalyse ist bei Lehmböden wichtig

Vor dem Pflanzen von Sträuchern, Blumen oder dem Anbau von Gemüse sollte eine professionelle Bodenanalyse erfolgen. So erspart man sich möglicherweise kontraproduktive „Bodenverbesserungen“ und eine falsche Bepflanzung. Eine Bodenanalyse gibt zum Beispiel Auskunft über den Humusgehalt, den pH-Wert und den Nährstoffgehalt des Bodens. Der Boden kann aber auch auf gesundheitsschädliche Schwermetalle getestet werden.

 

Referenzen:

[1] Bodenübersichtskarte von Deutschland: http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Boden/Produkte/Karten/Downloads/BUEK3000.pdf?__blob=publicationFile&v=3
[2] BUND, Landesverband Hamburg, „Gartenflyer Sommer“: http://bund-hamburg.bund.net/fileadmin/bundgruppen/bcmslvhamburg/Service/Broschueren/Dokumente/Gartenflyer_Sommer.pdf

Lehmboden

Bodenart: Lehmboden 

Lehmboden

Lehmböden können in allen Teilen Deutschlands auftreten. Durch eiszeitliche Bodenverschiebungen gibt es auch lokal begrenzte Vorkommen direkt neben absoluten Sandböden. Sehr oft treten lehmhaltige Böden in ehemaligen Urstromtälern von Flüssen und in Gletscherendzonen der Eiszeiten auf. Das Urstromtal der Elbe, die Magdeburger Börde und das Alpenvorland sind Beispiele für Gebiete mit einem großen Anteil von Lehmböden.[1]

➨ Lehm, eine Mischung aus Ton und Sand, ist in Europa überwiegend durch das Abschleifen von Gestein durch Gletscher und die natürliche Verwitterung von Urgestein entstanden. Durch den Transport feinster Lehm-Partikel mit dem Wind stammt ein Teil des Lehms sogar aus weit entfernten Steppenregionen.

Fakten Lehmboden

  • Durchlässige Lehmböden sind gut für Gartenbau geeignet.
  • Bei undurchlässigen, nassen lehmigen Böden besteht die Gefahr von Wurzelfäule.
  • Die Bodenart „Lehmboden“ kann aufbereitet werden (durch lockern des Lehmbodens).

Gartenbau auf der Bodenart Lehmboden

Lehmhaltige Böden mit einem gewissen Sandanteil bieten grundsätzlich sehr gute Bedingungen für Gartenbau. Lehmböden können Nährstoffe, zusätzlichen Dünger und Wasser gut speichern. Demgegenüber steht eine teilweise schlechte Durchlüftung und eine eher langsame Erwärmung. Eine unzureichende Durchlüftung von Böden kann zu einer schlechten Sauerstoffversorgung der Pflanzenwurzeln führen. Dies tritt besonders bei zu nassen lehmhaltigen Böden mit hoher Dichte auf. Bei lang anhaltender Minderversorgung mit Sauerstoff und Staunässe kann es auch zur Wurzelfäule und einem Absterben der Pflanze kommen. Außerdem können Lehmböden besonders bei Trockenheit sehr hart werden, was die Bearbeitung der Böden erschwert. Walnussbäume, Pfingstrosen und Rittersporn gedeihen auf lehmigen Boden sehr gut. Auch viele Obstbäume bringen auf der Bodenart Lehmboden gute Erträge. Ungeeignet sind diese Böden zum Beispiel für Rhododendron, Heidelbeeren oder Narzissen.

Lehmboden lockern und aufbereiten

Schwere Lehmböden sollten im Herbst umgegraben oder umgepflügt werden. Im Winter kann so der Frost gut in den Boden eindringen und diesen lockern. Die Wasser- und Sauerstoffdurchlässigkeit von Lehmboden wird außerdem durch Schreddergut oder Kompost verbessert. Außerdem wird so der Boden mit wichtigen Mikroorganismen und Humus angereichert. Torf ist zur Verbesserung der Bodenstruktur nicht gut geeignet, da Torf in schweren, undurchlässigen Böden verkohlt.[2] Bei stark tonhaltigen Böden kann auch die Beimischung von Sand die Durchlüftung und das Mikroklima des Bodens verbessern und den Boden lockern.

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Eine Bodenanalyse ist bei Lehmböden wichtig

Vor dem Pflanzen von Sträuchern, Blumen oder dem Anbau von Gemüse sollte eine professionelle Bodenanalyse erfolgen. So erspart man sich möglicherweise kontraproduktive „Bodenverbesserungen“ und eine falsche Bepflanzung. Eine Bodenanalyse gibt zum Beispiel Auskunft über den Humusgehalt, den pH-Wert und den Nährstoffgehalt des Bodens. Der Boden kann aber auch auf gesundheitsschädliche Schwermetalle getestet werden.

 

Referenzen:

[1] Bodenübersichtskarte von Deutschland: http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Boden/Produkte/Karten/Downloads/BUEK3000.pdf?__blob=publicationFile&v=3
[2] BUND, Landesverband Hamburg, „Gartenflyer Sommer“: http://bund-hamburg.bund.net/fileadmin/bundgruppen/bcmslvhamburg/Service/Broschueren/Dokumente/Gartenflyer_Sommer.pdf

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