Zeigerpflanze Löwenzahn


LoewenzahnLöwenzahn weist auf Stickstoff hin

Der Gewöhnliche Löwenzahn (Lateinischer Name: Taraxacum officinale) ist eine Zeigerpflanze für schwere, stickstoffreiche Böden. Generell wachsen Zeigerpflanzen nur unter relativ spezifischen Boden- und Umweltbedingungen. Deshalb sind sie für den Gärtner ein guter Indikator für zum Beispiel die Versorgung des Bodens mit bestimmten Nährstoffen. Der Gewöhnliche Löwenzahn sollte nicht mit anderen Löwenzahnarten verwechselt werden, da diese teilweise unter ganz anderen Bodenbedingungen gedeihen.

➨ Der Gewöhnliche Löwenzahn ist an seinen großen gelben Blüten und den kräftigen Blättern zu erkennen. Beim Brechen von Blättern und Stengeln tritt beim Gewöhnlichen Löwenzahn ein milchiger Saft aus. Die Zeigerpflanze Löwenzahn ist im Frühjahr ein typischer Bewuchs auf gut gedüngten, feuchten Wiesen.

Fakten Zeigerpflanze Löwenzahn

  • Löwenzahn ist ein Indikator für viel Stickstoff im Boden.
  • Zu viel Stickstoff führt zu schwammigem Pflanzengewebe.
  • Für den Rasen gibt es spezielle Unkraut- und Löwenzahnstecher.

Verstärktes Auftreten von Löwenzahn – ist zu viel Stickstoff problematisch?

Große und kräftige Populationen von Gewöhnlichem Löwenzahn (nachfolgend „Löwenzahn“ genannt) weisen auf einen erhöhten Stickstoffgehalt des Bodens hin. Stickstoff ist für gutes Pflanzenwachstum absolut notwendig. Oft wird dem Gartenboden durch Überdüngung aber zu viel Stickstoff zugeführt. Pflanzen können auf einen zu hohen Stickstoffgehalt im Boden mit übermäßigem Wuchs („Geilwuchs“), instabilem Gewebe und einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten reagieren. Ein durch starken Wuchs von Löwenzahn angezeigter hoher Stickstoffgehalt des Bodens kann auch ein erster Vorbote einer Bodenübersäuerung sein.[1] Die ZeigerpflanzeLöwenzahn ist auch ein Indikator für eine beschränkte Artenvielfalt auf zum Beispiel Wiesen. Viele für Bienen und andere Insekten wichtige Wildblumen können auf überdüngten, stickstoffhaltigen Böden nicht gedeihen.[2]

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Löwenzahn vom Rasen entfernen

Auf Rasenflächen oder Golfplätzen ist Löwenzahn vielfach unerwünscht. Durch häufiges Mähen des Rasens wird Löwenzahn meist schon auf natürliche Weise am Wachstum bzw. an einer starken Verbreitung gehindert. Auf jeden Fall sollte ein von Löwenzahn „befallener“ Rasen vor der Löwenzahnblüte gemäht werden. Auf kleinen Flächen können Löwenzahnpflanzen auch mit einem speziellen Unkraut- und Löwenzahnstecher tiefgründig ausgestochen werden. Rasenflächen mit starkem Löwenzahnbewuchs dürfen nicht mit Stickstoff gedüngt werden. Rasenschnitt sollte nach dem Mähen entfernt werden, um einen Stickstoffeintrag durch Gründüngung entgegenzuwirken.

Viel Löwenzahn, viel Stickstoff – was kann zur Bodenverbesserung getan werden?

Auf stickstoffreichen Böden sollten nicht zusätzlich Stickstoffsammler wie Lupinen angepflanzt werden. Auch eine Düngung mit Universaldüngern, Mist und Kompost darf für eine gewisse Zeit nicht erfolgen. Stickstoff wird aus vielen Böden relativ schnell ausgewaschen. Der Stickstoffgehalt vermindert sich so mit der Zeit auf natürliche Weise. Gemüse wie Gurken, Tomaten und Kohl benötigen relativ viel Stickstoff und können auf stickstoffreichen Böden gut angebaut werden.

Referenzen:

[1] Umweltbundesamt „Stickstoff“: http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/umweltbelastungen-landwirtschaft/stickstoff 
[2] Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg, „Artenreiche Blumenwiese“: http://www.ogv-untereisesheim.de/mediapool/134/1346320/data/artenreiche-blumenwiese-broschuere.pdf

Zeigerpflanze Löwenzahn


LoewenzahnLöwenzahn weist auf Stickstoff hin

Der Gewöhnliche Löwenzahn (Lateinischer Name: Taraxacum officinale) ist eine Zeigerpflanze für schwere, stickstoffreiche Böden. Generell wachsen Zeigerpflanzen nur unter relativ spezifischen Boden- und Umweltbedingungen. Deshalb sind sie für den Gärtner ein guter Indikator für zum Beispiel die Versorgung des Bodens mit bestimmten Nährstoffen. Der Gewöhnliche Löwenzahn sollte nicht mit anderen Löwenzahnarten verwechselt werden, da diese teilweise unter ganz anderen Bodenbedingungen gedeihen.

➨ Der Gewöhnliche Löwenzahn ist an seinen großen gelben Blüten und den kräftigen Blättern zu erkennen. Beim Brechen von Blättern und Stengeln tritt beim Gewöhnlichen Löwenzahn ein milchiger Saft aus. Die Zeigerpflanze Löwenzahn ist im Frühjahr ein typischer Bewuchs auf gut gedüngten, feuchten Wiesen.

Fakten Zeigerpflanze Löwenzahn

  • Löwenzahn ist ein Indikator für viel Stickstoff im Boden.
  • Zu viel Stickstoff führt zu schwammigem Pflanzengewebe.
  • Für den Rasen gibt es spezielle Unkraut- und Löwenzahnstecher.

Verstärktes Auftreten von Löwenzahn – ist zu viel Stickstoff problematisch?

Große und kräftige Populationen von Gewöhnlichem Löwenzahn (nachfolgend „Löwenzahn“ genannt) weisen auf einen erhöhten Stickstoffgehalt des Bodens hin. Stickstoff ist für gutes Pflanzenwachstum absolut notwendig. Oft wird dem Gartenboden durch Überdüngung aber zu viel Stickstoff zugeführt. Pflanzen können auf einen zu hohen Stickstoffgehalt im Boden mit übermäßigem Wuchs („Geilwuchs“), instabilem Gewebe und einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten reagieren. Ein durch starken Wuchs von Löwenzahn angezeigter hoher Stickstoffgehalt des Bodens kann auch ein erster Vorbote einer Bodenübersäuerung sein.[1] Die ZeigerpflanzeLöwenzahn ist auch ein Indikator für eine beschränkte Artenvielfalt auf zum Beispiel Wiesen. Viele für Bienen und andere Insekten wichtige Wildblumen können auf überdüngten, stickstoffhaltigen Böden nicht gedeihen.[2]

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Löwenzahn vom Rasen entfernen

Auf Rasenflächen oder Golfplätzen ist Löwenzahn vielfach unerwünscht. Durch häufiges Mähen des Rasens wird Löwenzahn meist schon auf natürliche Weise am Wachstum bzw. an einer starken Verbreitung gehindert. Auf jeden Fall sollte ein von Löwenzahn „befallener“ Rasen vor der Löwenzahnblüte gemäht werden. Auf kleinen Flächen können Löwenzahnpflanzen auch mit einem speziellen Unkraut- und Löwenzahnstecher tiefgründig ausgestochen werden. Rasenflächen mit starkem Löwenzahnbewuchs dürfen nicht mit Stickstoff gedüngt werden. Rasenschnitt sollte nach dem Mähen entfernt werden, um einen Stickstoffeintrag durch Gründüngung entgegenzuwirken.

Viel Löwenzahn, viel Stickstoff – was kann zur Bodenverbesserung getan werden?

Auf stickstoffreichen Böden sollten nicht zusätzlich Stickstoffsammler wie Lupinen angepflanzt werden. Auch eine Düngung mit Universaldüngern, Mist und Kompost darf für eine gewisse Zeit nicht erfolgen. Stickstoff wird aus vielen Böden relativ schnell ausgewaschen. Der Stickstoffgehalt vermindert sich so mit der Zeit auf natürliche Weise. Gemüse wie Gurken, Tomaten und Kohl benötigen relativ viel Stickstoff und können auf stickstoffreichen Böden gut angebaut werden.

Referenzen:

[1] Umweltbundesamt „Stickstoff“: http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/umweltbelastungen-landwirtschaft/stickstoff 
[2] Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg, „Artenreiche Blumenwiese“: http://www.ogv-untereisesheim.de/mediapool/134/1346320/data/artenreiche-blumenwiese-broschuere.pdf

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